Imhoff Kapelle

   
 

Stifter der dem Heiligen Rochus geweihten Kapelle auf dem neuen Friedhof war Konrad Imhoff (1463-1519), der eine Grabkapelle für seine Familie schaffen wollte. Auf die Imhoffs als einflussreiche Patrizierfamilie und erfolgreiche Großhandelskaufleute gingen bereits zahlreiche Stiftungen in Nürnberger Kirchen zurück, unter anderem das Sakramentshäuschen und der Rochusaltar von 1483/84 in der Lorenzkirche. Letzterer gilt als eines der frühesten Zeugnisse der Verehrung der Pestheiligen im deutschsprachigen Raum. Die Imhoffs wurden in der Folgezeit zum wichtigsten Verbreiter des Rochuskultes in Deutschland.

St. Rochusfriedhof - Kapelle

Die Realisierung des Kapellenbaus erfolgte erst nach dem Tod des Stifters durch den Stadtbaumeister Paulus Beheim, die Weihe durch den Bamberger Bischof im Juli 1521.

Die erste Beisetzung eines Imhoff in der Kapelle fand 1528 statt; 1599 und 1660 wurden Gruftanlagen eingebaut.

Die als erster Renaissance-Sakralbau Nürnbergs geltende St. Rochuskapelle erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Kriegsschäden und wurde in den 1950er Jahren wiederaufgebaut. Erhalten geblieben ist die im Zweiten Weltkrieg ausgelagerte kulturhistorisch äußerst wertvolle Inneneinrichtung:

Neben dem Rochus- und dem Rosenkranzaltar sowie Wappenschilden, Epitaphien und dem Grabstein des Kirchenstifters Konrad sind dies die Glasfenster, die letzten erhaltenen Beispiele der Nürnberger Glasmalerei der Frührenaissance. Die Kapelle ist bis heute Eigentum der Familie Imhoff und nur auf Anfrage zugänglich.

*Quelle Geschichte für alle

St. Rochusfriedhof - Kapelle

 

St. Rochusfriedhof - Kapelle

 

 

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