Holzschuherkapelle

   
 

Zusammen mit dem Pestfriedhof St. Johannis wurde 1395 die Stephanuskapelle als Pestkapelle geweiht. Auf dem 1494 entstandenen Aquarell „Sant JohansKirche“ von Albrecht Dürer ist der kleine quaderförmigen Sakralbau in der Bildmitte zu sehen. Die Stephanuskapelle musste 1506/07 der Heilig-Grab-Kapelle weichen, die vpm Nürnberger Stadtwerkmeister Hans Beheim d.Ä. errichtet wurde. Auftraggeber war die Reichsstadt Nürnberg und eine Gruppe von Stiftern aus den Nürnberger Ratsfamilien. Die schlichte, kleine Kapelle beeindruckt durch ihre harmonische Gestaltung. Der runde zentralbau wird durch einen östlichen halbrunden Choranbau ergänzt. Den Auferstehungsaltar stifteten Petrus und Magdalena Imhoff im Jahre 1507.

St. Johannisfriedhof - Kapelle Das Sterngewölbe mit seinen Blattwerkschlusstein ist ein schönes Beispiel für die hochgotische Sakralarchitektur in Nürnberg. Bedingt durch die vielen Aufschüttungen nach Beerdigungen in diesem Friedhofsteil liegt die kapelle inzwischen etwa einen Meter unterhalb des Bodenniveaus und kann nur über eine treppe erreicht werden. Der frühere nördliche Zugang wurde zugemauert. In einer Nische in der Südwand befindet sich die Grablege Christi als Abschluss des Kreuzwegs von Adam Kraft. Den Hintergrund bildet ein Mosaik der stadt Jerusalem mit biblischen Szenen. Lazarus Holzschuher war 1523 der erste seines geschlechts, der in dem fortan als Holzschuherkapelle bezeichneten Sakralbau beigesetzt wurde.

Die patrizierfamilie Holzschuher war eines der ältesten edlen Geschlechter der Reichsstadt und lässt sich seit dem 12. Jahrhundert in Nürnberg nachweisen. Die Familie betätigte sich vor allem im Textihandel und später auch im Montagegewerbe. Die Holzschuherkapelle befindet sich seit 1925 im Besitz der Stadt Nürnberg. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle schwer beschädigt, die Instandsetzung konnte bereits 1950 abgeschlossen werden.

*Quelle Geschichte für alle


St. Johannisfriedhof - Kapelle

 

St. Johannisfriedhof - Kapelle

 

 

 
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