Geschichte St. Johannisfriedhof

   
 

Der St. Johannisfriedhof ist ein weltbekannter Friedhof in Nürnberg mit historischen, künstlerisch mit wertvollen Bronzeepitaphien gestalteten, kulturgeschichtlich bedeutsamen liegenden Grabsteinen und Grablegen berühmter Nürnberger Friedhof aus vier Jahrhunderten. Wegen der vielen Rosenbüsche wird er auch Rosenfriedhof genannt. Auf Grund der historischen Sehenswürdigkeiten ist der Johannisfriedhof ein weltbekanntes Touristenziel im Rahmen eines Friedhofstourismus und eine Station innerhalb der Historischen Meile Nürnbergs.

Für viele gehört der Stadtteil Johannis, im Westen Nürnbergs zwischen Burg und Pegnitz gelegen, zu den schönsten und atmosphärischsten der Stadt. Das historische Herz ist der St.-Johannisfriedhof, einer der bedeutendsten Begräbnisstätten Europas, der unter strengem Denkmalschutz steht.
Ursprünglich wurde er etwa im 10./11. Jahrhundert als Ortsfriedhof des Dörfchens Johannis vor der westlichen Stadtmauer des mittelalterlichen Nürnbergs angelegt.

Die verstorbenen Nürnberger Bürger wurden damals noch innerhalb der Stadtmauern auf den Friedhöfen der Pfarrgemeinden St. Sebald und St. Lorenz beigesetzt. Dies änderte sich, als sich im ausgehenden Mittelalter die Pest aus dem Vorderen Orient in West- und Mitteleuropa verbreitete und ein Massensterben mit sich zog.
Da die Kirchgänger fürchteten, der Pesthauch könnte aus den Gräbern, die um die Kirchen lagen, aufsteigen und sie infizieren, beschloss der Rat im Jahre 1518, künftig die Toten nur noch vor der Stadtmauer zu begraben.
Bestattet liegt neben mehr oder weniger normalen Bürgern auch die Prominenz der Stadt Nürnberg seit dem 16. Jahrhundert in St. Johannis.

Doch auch die Gräber so berühmter Söhne der Stadt wie Albrecht Dürer, Anselm Feuerbach, Hans Sachs oder Veit Stoß wären ohne die dezenten Hinweisschilder, Gräbernummerierung und Übersichtstafeln nicht aus dem einheitlichen Gräberfeld im historischen Teil auszumachen.

St. Johannisfriedhof - Geschichte
 

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